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Schützenfest #224: 26.06. - 04.07.2004

Schützenfest in Flittard 2004:

Samstag, 26.06.2004

Das hier sind 11 leidenschaftliche Kandidaten mit dem Kükenkönig des letzen Jahres und ihrem heutigen Schießleiter Marco Berendt. Die 11 leidenschaftlichen Jungs sind angetreten, um ihren Meister und Besten zu ermitteln. Erwachsene sagen ''Kükenkönig'' aber das Schimmern in ihren Augen sagt uns: Heute geht es um mehr! Hier tritt Lukas Wergner an, er schießt mit einer Armbrust, die Erwachsene ''Spielzeugarmbrust'' nennen. Äußerste Konzentration liegt auf seinem Gesicht. Er möchte heute König werden. Dafür hat er mit dem zweiten Brudermeister wochenlang trainiert.
Hier versucht sich Hendrik Henni Verkerk. Er wird insgesamt auf stolze 60 von 72 Ringen kommen. Das ist eine super Leistung. Es schießt der neue Meister, der beste Schütze heute: Juri Seiffert. Nach drei Durchgängen liegt er mit 31 Ringen von 36 noch gleichauf mit 2 seiner Freunden.
Dann schießt Juri ruhig und überlegen drei mail nacheinander eine 12. Das ist der Sieg am heutigen Tag. Juri ist der 13. König der Bruderschaft. ''Kükenkönig'' sagen die Erwachsenen, aber was solls. Großer Jubel bricht los und die Kurzen tragen Juri auf ihren Armen nach draussen. Marco ist mit der Abrechnung noch nicht mal richtig fertig. So entgeht der Menge, dass Tobias Schmitz erster Ritter wird. Er kommt auf 66 Ringe. Zweiter Ritter mit 62 Ringen wird Henri Kleefuß.
Bei der Siegerehrung wird ein Hoch auf König Juri ausgebracht ... ... und er lächelt glücklich!
Diese coolen Burschen hier, werden heute den Schülerprinzen unter sich ermitteln. Es wird mit Luftgewehr auf eine Kartoffel geschossen. Nach kurzem Wettkampf stehen die Sieger fest. Erster und zweiter Ritter (Abschuß des rechten und linken Flügel) wird Daniel Schmitz (2.v.r), dritter Ritter (Schweif) wird Christian Gentzsch (1.v.l). Mit dem dritten Schuß im 17.ten Durchgang, nach 67 Schüssen insgesamt, fällt der Vogel von der Stange, Thomas Hammes (2.v.l) ist der neue Schülerprinz der Bruderschaft. Thomas Hammes war letztes Jahr bereits 3. Ritter, jetzt hat es geklappt, heute wird er der 35.te Schülerprinz der Bruderschaft. Das sind (v.l.) Andreas Karbig, Sebastian Kröschel, Lukas Paffrath und Torsten Kissel. Diese jungen Herren sind natürlich auch cool. Das gehört in dem Alter ja dazu. Sie werden um die Ehre streiten den Jungschützenkönig zu ermitteln. Sie schießen Schwerkaliber. Erster und zweiter Ritter (rechter und linker Flügel) wird Andreas Karbig, 3. Ritter (Schweif) wird Sebastian Kröschel. Im 9.ten Durchgang, fällt mit dem 44.ten Schuß insgesamt der Holzvogel von der Stange. Sebastian freut sich, er ist der 58.te Jungschützenkönig der Bruderschaft.
Hier stehen nun alle neu ermittelten Jungmajestäten bei der Siegerehrung. Ihre Namen zieren ab heute die Königslisten der Bruderschaft. Da werden ihre Namen auch noch stehen, wenn sich in ferner Zukunft nur noch alte Frauen und Männer an das Jahr 2004 erinnern. Und das macht die drei Jungs, deren Großväter bereits Mitglied der Bruderschaft waren, sehr stolz. Am Abend machen sich dann die Schützen auf zu ihrem ersten Umzug. Kommandant Peter Kissel und sein Sohn und Adjutant Sven Kissel führen die Bruderschaft durch den wunderbar geschmückten Ort.
Um 21:30 erreicht der Zug den Platz am Bungartshof. Mit Pechfackeln ausgerüstet nehmen die Schützen und die beiden Kapellen Aufstellung. Kommandant Peter Kissel kommandiert den großen Zapfenstreich.

Sonntag, 27.06.2004

Der König wird zum Kirchgang abgeholt. Offiziere und Brudermeister geleiten den König an der angetretenen Front der Brüder vorbei. König Skippi grüßt, Thomas Schmitz und Bruno Odenthal, die beiden Brudermeister lächeln. Ein schöner Tag, der Höhepunkt des Festes liegt vor uns. Nach Gottesdienst mit Ehrenpräses Fritz Frank und Platzkonzert, tritt die Bruderschaft um 15:00 Uhr zum Hauptfestzug an. An der Kirche warten hier Königspaar Skippi mit Frau Roswitha auf die Parade.
Kommandant Peter Kissel und Adjutant Sven Kissel führen den Festzug zu Pferd an. Traditionell ist die Schwesternbruderschaft aus Stammheim die erste Gruppe im Zug. Das ist seit 1891 so.
Nach dem Festzug bedankt sich Brudermeister Thomas Schmitz bei allen Schützen und Gästen. Schriftführer Herbert Kühle fängt mit der Ausgabe der Königsvogellose an, der Kassierer steht hilfreich zur Seite und nimmt noch verspätet eintreffende Jahresbeiträge entgegen.
Das sind vier wichtige Vögel der Bruderschaft :-). Der mit der Krone ist ausgesucht, um als Ziel zu dienen. Der 20kg Pappelholzklotz ist von den drei Herren zu einem richtigen Schützenvogel geformt worden. Heute sollen Kopf und Krone (von Präses Michael Cziba), die Flügel und der Schweif (von den Schützen) abgeschossen werden. Die Presseabteilung des Stadtanzeigers ist da und macht fleißig Bilder. Das ist nicht so oft der Fall und natürlich sind die Hochstandsschützen gerne Gastgeber.
Präses Michael Cziba macht sich etwas Sorge. Wird es ihm gelingen, Kopf und Krone mit einem Schuß abzuschießen? Oberschießmeister Franz Goracy schaut nun auch nach oben. Bis zum Ziel sind es gute 20 Meter ... Nun ja!
So ein Ziel sieht ziemlich klein aus ... Und das ist es auch, wenn man am Schießstand sitzt und zielt. Was solls? Der Oberschießmeister stärkt sich kurz und ...
macht sich an die Arbeit. Ein Klotz mit Stern will montiert werden. Dann eine Bitte an die übrigen Hochstandschützen, die ...
... nun den schweren Königsvogel hochziehen. Nun schwebt er da, 20 Meter über der Erde und wartet auf die ersten Schüsse des Präses und die letzten eines glücklichen Schützen morgen.
Vielleicht stören Hochstandschütze Heinz Roggendorf die Sorgen von Präses Michael Cziba nicht oder er hat einen anderen sympathischen Grund zum Lachen gefunden. Der Präses schmunzelt nun auch ein bißchen und ...
... nimmt auf Stand 5 Platz und bringt seine Ehrenschüsse hinter sich. Hochstandschütze Christoph Schmitz betreut ihn. Dann darf sich der Präses ein Schwätzchen mit dem zweiten Brudermeister leisten. Jetzt sind andere dran.
Kommandant Peter Kissel wird hier gerade zweiter Ritter, er schießt den rechten Flügel ab. Hochstandschütze Christoph Schmitz wird dritter Ritter, er trennt den Schweif vom Vogel. Sein Bruder hilft ihm beim Zielen! Eine tolle Leistung.

Montag, 28.06.2004

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Diese unentwegten Prachtkerle werden heute versuchen aus ihren Reihen einen neuen König auszuschießen. Es gilt den Rest des Vogels (20kg Pappelholz) aus 20 Metern Höhe herunter zu schießen. Nicht alle Gäste auf dem Schützenplatz trauen ihnen das zu! :-)

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Das ist der Vogel um 21:15 nach 168 Schuß Schwerkaliber. Nur noch sehr gerupft hockt er auf der Stange. Bruno Odenthal, zweiter Brudermeister der Bruderschaft ist nun an der Reihe. Hier holt er sich Rat bei seiner Frau Ilona, die schon ahnt, was gleich auf sie zukommt.
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Bruno hat Platz genommen, das Gewehr von Hochstandschütze Michael Wolff ist geladen. Letzte Tips und Anweisungen werden getauscht, dann schießt Bruno. Es ist sein 17.ter Schuß heute, der 169.te auf den Vogel insgesamt. Brunos Schuß war der letztes. Der Vogel fällt und die Hochstandschützen eilen zur Gratulation, allen voran Skippi (1.v.l.), der alte König. Jubel auf dem Platz, jubel bei den Schützen. Die St.Sebastianusbruderschaft hat einen neuen König! Es ist der 223.er König in der altehrwürdigen Königsliste.
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Bruno nimmt Gratulationen entgegen. Er wird auf den Schultern der Sebastianer zur Flachbahn getragen.
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Willi Heuser passt die Krone an, sie muss gut sitzen. Bruno strahlt! Er ist glücklich und zum zweiten Mal König. Das erste Mal war er 1987/1988 König der Bruderschaft, damals war seine Mutter Christine seine Königin. Heute wird es seine Frau Ilona.
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Der Schatzhüter der Bruderschaft Willi Heuser übergibt die Krone an die neue Königin Ilona, die nun zur Krönung schreitet. Bruno nimmt die Gratulation seiner Mutter und Königin von 1987 Christine Odenthal entgegen.
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Pfarrer und Präses Michael Cziba bedankt sich bei dem scheidenden Königspaar und gratuliert dem neuen. Auch das alte Königspaar Skippi und Roswitha gratulieren mit einem Blumenstrauß.
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Ilona hält die über 100jährige Krone der Bruderschaft in der Hand. Nun krönt sie ihren Mann Bruno zum König der Bruderschaft.
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  Alle strahlen, Brudermeister Thomas Schmitz lädt zum Krönungsball am Freitag ein.
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Ein Hoch auf das neue Königspaar Ilona und Bruno Odenthal. König Bruno bedankt sich für die Unterstützung und den Beifall und verspricht ein fröhliches Jahr unter seiner Regentschaft und läßt die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft und ihre Frauen hochleben.
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Ein strahlendes Lächeln für die Presse. Der Ehrentanz unter der Fahne der Bruderschaft.

Bruno ist 42 Jahre alt. Er arbeitet als Beamter bei der Stadt Köln. Bruno ist zweiter Brudermeister seit 3 Jahren und seit 25 Jahren Mitglied der Bruderschaft. Er stammt aus einer sehr alten Schützenfamilie, viele seiner Vorfahren waren Mitglied der Bruderschaft und so manch einer von ihnen auch bereits König in Flittard. Bruno war bereits 1987 zum ersten Mal König, damals mit seiner Mutter Christine. Heute ist seine Frau Ilona seine Königin.
Bruno ist auch ''Bürgermeister'' von Flittard, d.h. erster Vorsitzender des Bürgervereins.

Schüsse insgesamt: 169
Uhrzeit: 21:17

Dienstag, 21.06.2004

Heute ist Heukönigsschießen, wie jeden Schützenfest-Dienstag. Was genau ein Heukönig ist und warum er geschossen wird, kann man in unserer Chronik lesen. Beim Heukönigsschießen ist es lustig und nur lustige Menschen kommen da hin.

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Das ist der Hochstand mit zwei Heuvögeln. Diese seltenen Biester haben sich oben auf den Ständen 4 und 6 niedergelassen. Da warten sie nun geduldig, bis sie runter müssen. Das ist Heu-Schützenbruder Ralf Kleefuß. Er betreut das Heukönigsschießen, weil nur Frisörmeister dies tun dürfen und so hat er dieses wichtige Amt von unserm unvergessenen Heu-Schützenbruder Theo Paffrath übernommen, der - wie kann es anders sein - auch Frisörmeister war (rip).
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Nur ein scharfes Auge kann das Ziel - den Heuvogel - sehen. Über Kimme und Korn ist es nicht so einfach und so werden lustige Kandidatinnen und Kandidaten gesucht, die bereit sind, ihr scharfes Auge und ihr Heutalent heute abend einzusetzen, um die seltenen Heuvögel zu erlegen.
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Das hier sind zwei junge Damen vom Musik-Corps. Kommen sie in Frage? Ralf wird sie mal auf die Liste setzen. Oder diese Heu-Silke mit Trompete. Kann sie die neue Heukönigin sein? Kommt auch auf die Liste.
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Hier ist ja noch jemand. Oder? Nun ja, Hannah kommt vielleicht 2020 in Frage. Also Ralf, die nicht aufschreiben. Diese lustige Dame ist offenbar lustig genug und wir schreiben sie auf.
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Dieser Herr kommt auch in Frage ... genau wie die Dame hier ...
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... und diese lustige Person ... ... und die hier auch.
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Dieser Herr ist wohl schon etwas müde. Wars lang gestern Lars? Egal, kommen alle auf die Liste von Heukönigsmacher-Frisörschützenbruder Ralf. Jetzt haben wir genug Namen und diese beiden Herren freut das so sehr, dass sie erstmal ein kleines Tänzchen hinlegen.
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Halt, hier in dieser Riege sind noch ein paar Herren und Damen, die heumäßig in Frage kommen. Schnell noch alle Namen auf die Liste. Jetzt gehts los. Wir erinnern uns: Das Ziel ist klein, der Heuvogel weit weg und ändern kann man das zwar nicht, aber man mit einem Zielwasser (aus rein medizinischen Gründen) dafür sorgen, dass es besser klappt mit dem Schießen und der Lustigkeit.
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Der heutige Heuschießmeister Peter hindert den Heu-Kandidaten etwas am Zielen, was aber nur pure Freude auslöst. Der alte König Skippi läßt Heupeter kurz Platz nehmen, damit die Heukandidatin in Ruhe schießen kann.
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Diese Damen und der andere Heupeter finden das extrem lustig und sie kriegen sich eigentlich kaum mehr ein. Nun ja, so geht es eine Weile und noch eine und noch eine. Den beiden Heuvögel ist schließlich langweilig und sie springen bei besonders lustigen und bekannten HeukandidatIn von der Stange. So gelingt es dann doch noch zu später Stunde dieses prachtvolle Heukönigspaar zu ermitteln. Wilma Drack (mit lustiger Schärpe falschrum) und Richard Sperling.
Wenn das hier eine Chronik wäre müssten wir erwähnen, dass beide bereits Heuerfahrung haben. Wilma war 1992 und Richard 1997 schonmal hier heuglücklich.
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Dann wir der Heutanz getanzt. Ein uralter Brauch. Schon über 200 Jahre alt und hier aus der Gegend stammend... ... Schon junge Ubierinnen tanzten diesen Tanz zur Mittsommerwende (iss wahr, fragt den Thomas! Der da hat da so n Buch aus Dünnwald).
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Die fleissigen Herren des Musik-Corps machen bis in die Puppen Musik und die ist aus Beehmen und der Bernd liegt auf der Wiese und Christoph kann super singen (dirty old town hat er diesmal leider ausgelassen). Und ein herrlicher Abend geht zu Ende.
Leise schuppsen wir uns einen Strohhalm aus dem Haar und denken uns: Nächstes Jahr will ich nochmal lustig sein und mit ein paar Brüdern und Schwestern wieder mal ins Heu gehen.


Hier gibt es den neuen

Bruderschaftskalender

. Alle Termine werden hier eingetragen. Zunächst noch von mir. Wer von den Flittarder Sebastianern die Berechtigung haben möchte, um hier selbst Termine einzutragen und zu verändern, wende sich bitte per EMail an mich.

Alle Fotos sind aufgenommen von Heinz-Theo Hammes und Florian Seiffert. Wir haben nichts dagegen, wenn sie diese für Presse, Funk und Fernsehen weiterverwenden, solange sie diese nicht als ihre eigenen ausgeben.